Sie sind hier:
  • Nachruf auf Andreas Rabenstein

Nachruf auf Andreas Rabenstein

Eine Kerzenflamme vor dunklem Hintergrund

Der Personalrat Schulen Bremen trauert um Andreas Rabenstein, als einen engagierten Kämpfer, unseren Freund und Wegbegleiter. Sein Herz schlug für die demokratische
Gesellschaft, für Vielfalt und Zusammenhalt, gegen rechtsgesinnte Parolen oder Populisten, für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen in Bremen.

Als engagierter Personalvertreter hatte er ein offenes Ohr, konnte gut zuhören, beraten, unterstützen und gemeinsam mit den senatorischen Kolleg:innen nach Lösungen für die so oft stark belastenden Situationen der Beschäftigten an den Schulen und im Lehramt suchen.

Er begleitete den Personalrat-Schulen im Land Bremen seit über zehn Jahren und war von 2013 bis 2017 unser gewählter Angestelltenvorstand. Als passionierter Lehrer für Deutsch und Geschichte in Findorff in der Sekundarstufe II kannte Andreas gut deren spezifische Lasten und begleitete Lehrerkolleg:innen solidarisch personalrätlich. Seinen Schüler:innen zugewandt begleitete er diese kenntnisreich und unterstützend durchs Abitur, stets voller Anekdoten. Auch in der Zivilgesellschaft trat Andreas als Historiker und Demokrat mit tieferem Sinn für die Geschichte der Arbeiterbewegung gerade auch in Bremen auf.

"Den Tod fürchten die am wenigsten, deren Leben den meisten Wert hat.", meinte dereinst Immanuel Kant. Ich denke Andreas würde es eher mit Karl Marx halten, der selbst Pathos am Lebensende nicht schätzte. Seine angeblich letzten Worte waren: "Letzte Worte sind für Narren, die nicht genug gesagt haben."

Für den Personalrat Schulen Bremen - Monika Eichmann